STAATSOPER WIEN -

WERKSTATT UND WELTBÜHNE

Die Wiener Staatsoper rückt ins Bild, wenn alles andere untergeht. Und sie erinnert an das Weitermachen-Wollen. Und entschuldigt scheinbar das Mitmachen-Müssen, das Darüber-hinweg-Spielen und Verdrängen. 

Als der prachtvolle Bau 1945 in Schutt und Asche versinkt, scheint das Ende einer Ära besiegelt. Zehn Jahre später, am 5. November 1955, wird die Wiener Staatsoper wiedereröffnet – mit Karl Böhm, einem Dirigenten mit NS-Vergangenheit, am Pult. Ein Moment der Euphorie – und des Verdrängens.

70 Jahre nach dem Wiederaufbau blickt der Film „Wiener Staatsoper – Weltbühne für Österreich“ hinter den Mythos. Direktor Bogdan Roščić, Zeitzeuge der Wiedereröffnung Peter Marboe, Historiker Oliver Rathkolb, Musikwissenschaftlerin Susana Zapke , Sänger Georg Nigl sowie die Dramaturgen Oliver Láng und Andreas Láng erzählen, wie tief Schuld, Hoffnung und künstlerische Leidenschaft in den Mauern dieses Hauses eingeschrieben sind.

Archivaufnahmen, aktuelle Proben zu Bedřich Smetanas „verkauften Braut“ und persönliche Erinnerungen verweben sich zu einer dichten Erzählung über das, was Oper heute bedeutet – als Spiegel der Gesellschaft und als fragile Frucht der Zivilisation.
Ein Film von Alexandra Venier und Gerald Heidegger.
Dokumentation 52 Min

 5.11.2025 22:30 auf ORF2 und  auf ORF ON